Bestleistungen aus MV
In Mecklenburg-Vorpommern macht man nicht viele Worte - hier zählen Ergebnisse. Wahrscheinlich ist das Land gerade deshalb so voll von großen und kleinen Erfolgsgeschichten. Beispiel Sassnitz: Seit 2003 verarbeitet eine der modernsten Fischfabriken der Welt bis zu 50.000 Tonnen Fisch pro Jahr. Das Euro-Baltic-Fischverarbeitungszentrum wird direkt von den Fischern Mecklenburg-Vorpommerns, Schleswig-Holsteins und anderer EU-Länder mit frischem Ostsee- und Nordseefisch versorgt. Hering und Sprotten werden vor Ort filetiert, sortiert, mariniert, konserviert oder bei -28 Grad Celsius im Kühlterminal gelagert. Bis zur Auslieferung an Endkunden in der ganzen Welt oder zur Weiterverarbeitung in anderen Fischverarbeitungsbetrieben.
Natives Rapsöl hat in den letzten Jahren immer mehr Freunde gefunden hat. Rund 233.000 Hektar Anbaufläche machen Mecklenburg-Vorpommern praktisch auch zum deutschen "Raps-Land" Nummer eins. Entscheidend ist aber nicht die schiere Masse, sondern die Vielfalt in der Anwendung. Natives Öl aus kaltgepresstem Raps überzeugt inzwischen sogar anspruchsvollste Gastronomen. Das Rapsöl ist extrem schmackhaft und gesund: Neben wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen enthält es auch mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren. Diese sind ideal für den Blutdruck und außerdem cholesterinsenkend.
Frisch und gesund: Auch Obst- und Molkereiprodukte gehören traditionell zu den regionalen Spezialitäten, nicht zuletzt wegen der ausgedehnten Plantagen und Natur-Weideflächen im Land. So betreibt die Euro Cheese Vertriebs-GmbH seit 2001 eines der fortschrittlichsten Käsewerke Europas in Altentreptow. Über 250 Mitarbeiter produzieren hier bis zu 60.000 Tonnen Käseaufschnitt jährlich. In Sachen Obstverarbeitung hat sich vor allem die Firma Fruchtquell einen Namen gemacht. Rund zwei Millionen Einheiten Fruchtsäfte und Erfrischungsgetränke verlassen den traditionsreichen Standort Dodow jeden Tag.
Möglich werden diese Erfolgsgeschichten durch Standortvorteile, die in Mecklenburg-Vorpommern zusammentreffen. Dazu gehören exzellente Fördermöglichkeiten genauso wie das Engagement des Vereins Agrarmarketing M-V. Der Verein sorgt dafür, dass die enormen Potenziale zur Wertschöpfung und für Synergien im Land auch genutzt werden. Ein gutes Beispiel ist die LFW Ludwigsluster Fleisch- und Wurstspezialitäten GmbH & Co. KG. Von der Primärproduktion über die Schlachtung und Zerlegung bis hin zur Ladentheke haben Transparenz und Kontrolle Priorität. Weil es sich für alle Beteiligten rechnet und weil damit die Qualität stimmt.
Es liegt wohl in der Natur der Region, dass der traditionelle Landbau in Mecklenburg-Vorpommern zu den normalsten Dingen der Welt gehört. Aber auch der ökologische Landbau kommt nicht zu kurz. 662 Betriebe der Landwirtschaft produzieren entsprechend der EU-Richtlinie zum ökologischen Landbau. Einer davon ist das Gut Dalwitz von Heinrich Graf von Bassewitz: Das Bio-Fleisch des Unternehmens verarbeiten sogar Babynahrungshersteller. Mit einem Bio-Anteil von über acht Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche steht Mecklenburg- Vorpommern mit Brandenburg und Bayern an der Spitze der deutschen Öko-Liga.
